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  • Gabriele Bryant

How to Instagram: Basic Tipps & Tricks für Gastgeber

Aktualisiert: 10. Okt 2019

Instagram ist vom Newcomer schnell zur «Must-Do» Social Media Foto-Plattform geworden. Besonders für Branchen wie Hotellerie, Gastronomie und Tourismus, die mit beliebten Bildmotiven punkten können. «Instagrammability» ist heute vor allem für jüngere Touristen ein Entscheidungsfaktor geworden und in einem Ferienhotel auf den Malediven gibt es «Instagram-Butler», die Gästen helfen, richtig gute Fotos zu machen. Denn mit diesem «user-generated content» – ob mit oder ohne Nachhilfe – wird ja auch das Hotelimage gepflegt. Kostenlos.

Auch Hotelneubauten oder Destinationsentwicklungen werden heute oft mit dem Blick auf die spätere Instagrammability geplant und Architekten erhalten teils klare Weisung, «Instagram-Moments» zu schaffen.

Instagram ist also eine Plattform, die Sie kennen und nutzen sollten. Falls Sie sich noch nicht daran herangewagt haben oder nicht sicher sind, alles richtig zu machen, habe ich hier ein paar grundlegende Tipps für Sie zusammengestellt (Stand Oktober 2019):


1. Einen guten Eindruck machen

Jedes Instagram-Konto hat eine kurze «Bio» oder Selbstbeschreibung. Diese soll Nutzer informieren und überzeugen, dass Ihr Account folgenswert ist. Beschreiben Sie sich, Ihr Angebot und Ihre Einzigartigkeit kurz und knackig mit max. 150 Zeichen. Nutzen Sie relevante Hashtags und verlinken Sie auf Ihre Webseite oder wenn Sie eine spezifische Kampagne durchführen, auf die Kampagnenseite.

Ihr Unternehmensname und Ihr Benutzername sollten wiedererkennbar und sein und sich auch so weit wie möglich gleichen. Achten Sie darauf, ggfs. auch Ihre Location und/oder Ihr Angebot mit in den Namen aufzunehmen, z.B. «Hotel Storchen Zürich», um in der Instagram-Suche schnell erkennbar zu sein und sich von ähnlich benannten Mitbewerbern abzuheben. Geben Sie auch Ihre Adresse, Telefonnummer und Email an.

Auch Ihr klitzekleines Profilbild sollte im Suchfeld möglichst schnell erkennbar sein – nutzen Sie Ihr Logo oder ein möglichst prägnantes Bild, das in dieser geringen Grösse Aussagekraft und Wiederkennungswert hat. Falls Sie ein sehr horizontales Logo haben, lassen Sie es für ein quadratisches Format adaptieren – das nützt Ihnen auch auf anderen Social Media Plattformen.

Wichtig: Richten Sie Ihr Instagram-Konto als Unternehmenskonto (Einstellungen => Konto => zu professionellem Konto wechseln), damit Sie von den Möglichkeiten wie Statistiken und Werbung profitieren können.


2. Den richtigen Stil und Content finden

Auf Instagram geht es vor allem um Ästhetik. Machen Sie die kontinuierliche Reportage vom Küchen-Umbau auf Facebook und zeigen Sie auf Instagram lieber nur das schönste Bild vom fertigen Resultat.

Nehmen Sie pro Motiv mehrere Bilder auf und suchen Sie das schönste Bild für Instagram aus. Bearbeiten Sie Ihre Bilder – das ist auch auf dem Handy nicht schwer – punkto Helligkeit, Kontrast, Farbe, Ausschnitt etc.

Instagram bietet Farbfilter an, aber #nofilter-Bilder sind meist authentischer und beliebter. Verzichten Sie daher auf Farbfilter oder suchen Sie sich einen aus, der am besten zu Ihnen passt und verwenden Sie ihn konsequent und evtl. in angepasster Stärke. Achten Sie auch auf das quadratische Format für Instagram-Bilder, wenn Sie Motive aussuchen bzw. Fotos aufnehmen.

Zeigen Sie Gesichter, zeigen Sie Menschen, zeigen Sie belebte Bilder, Fotos von schönen Aussichten und Ansichten wie Landschaften oder auch feine Gerichte und Drinks (#foodporn). Aber auch Bilder aus reinem Text können zwischendurch sehr gut funktionieren – wenn der Inhalt zu Ihnen passt und für Ihre Zielgruppen relevant ist.

Ähnlich wie auf Ihrer Webseite sollten Sie bei Instagram auch nicht eine bunte Tüte völlig unterschiedlicher Bilder präsentieren. Versuchen Sie, eine attraktive Bildsprache zu definieren, die zu Ihnen passt. Folgen Sie Accounts, deren Bildsprache Ihnen gefällt und versuchen Sie, von ihnen zu lernen.


3. Videos und Stories

Videos sind der grosse «Bringer» bei Instagram und erreichen fast immer mehr Interaktion als Fotos. Nehmen Sie daher immer mal wieder auch ein Video auf: als superkurzes witziges «Boomerang»-Video, als kurzes (max. 60 Sekunden) Video oder als langes Video auf IGTV. Teilen Sie Ihre Videos auch auf Ihrer Facebookseite.

Achtung: Für IGTV (Instagram TV) sollten Ihre Videos Hochformat haben und zwischen 1 und 10 Minuten lang sein.

Sie können übrigens auch bestehenden Videocontent vom Handy oder Desktop hochladen. Letzteres funktioniert über das Facebook Creator Studio, über externe Tools wie Hootsuite oder für IGTV auch über den Link instagram.com/tv/upload

Stories sind auch auf Instagram ein beliebtes Format geworden – besonders für jüngere Zielgruppen. Sie bestehen aus Fotos oder sehr kurzen Videos bzw. live Videos. Stories erscheinen nur im entsprechenden Bereich auf der Instagram-Startseite und werden automatisch nach 24 Std. gelöscht – solange sie der Seite nicht als Highlight zugefügt werden. Wichtiger Content, der nicht einfach wieder verschwinden sollte, sollte daher immer als Highlight gespeichert werden. Auch Stories haben ein vertikales Format von 9:16. Mit Bedacht einsetzen sollten Sie witzige Spezialeffekte wie Farben, bunter Text, Face Filter und Effekte, Location Sticker, sowie Effekte wie Rewind, Boomerang oder Superzoom.


4. Community aufbauen

Anders als bei Facebook funktioniert der Community-Aufbau bei Instagram eher indirekt: Man erregt Aufmerksamkeit, indem man Anderen Aufmerksamkeit schenkt. Also spielen Sie mit: Folgen Sie Ihren Abonnenten (wo es Sinn macht) und themenverwandten Accounts, liken und kommentieren Sie ihre Beiträge, markieren Sie passende Nutzer in Ihren Beiträgen mit @, reposten Sie, etc.

Um einen Beitrag zu «reposten», also zu teilen, brauchen Sie übrigens eine zusätzliche Reposting-App auf dem Handy oder einen Screenshot des Beitrags – sowie die Erlaubnis des betreffenden Nutzers. Sie sollten im Beitrag den Nutzer dann auch dankend erwähnen und mit dem @-zeichen verlinken.

Machen Sie Ihren Instagram-Account auch über andere Kanäle bekannt, verlinken Sie von Facebook, Youtube, Ihrer Webseite etc.

Vielleicht unanständig, aber wirkungsvoll: Schauen Sie bei Ihren Mitbewerbern rein: Abonnenten, die sich für vergleichbare Betriebe oder auch thematisch verwandte Unternehmen oder Influencer interessieren, könnten sich auch für Sie erwärmen. Schauen Sie bei den betreffenden Accounts in die Abonnentenliste und folgen Sie Nutzern, die für Sie und für die Sie interessant sein könnten. Einige werden sich daraufhin Ihr Profil anschauen und Ihnen zurückfolgen.

Wichtig zu wissen: Eine Instagram-Community ist normalerweise weniger regional ausgelegt als eine Community auf Facebook, da besonders die generischeren Hashtags international genutzt werden.


5. Redaktions- und Community-Management

Beiträge können Sie direkt vom Handy veröffentlichen. Sie können sie aber auch über das neue Facebook Creator Studio (auf der Facebookseite unter Beitragsoptionen zu finden) oder über externe Tools wie Hootsuite, Buffer, Later, etc. vorausplanen bzw. direkt veröffentlichen.

Wenn Sie Ihre Facebookseite mit Ihrem Instagram-Konto verknüpft haben, können Sie Instagram-Kommentare und Direktnachrichten in Ihren Seitenbenachrichtigungen anschauen und beantworten. Einfach «liken» können Sie Kommentare leider nur direkt auf dem Handy.

Interessanten Content für Ideen oder zum Reposting können Sie übrigens in Ihrem Instagram-Konto auf dem Handy sammeln: Klicken Sie dazu auf das Speicher-Icon bei den betreffenden Beiträgen – den Content finden Sie dann im Menu rechts oben unter «Gespeichert».

Falls Sie immer die gleichen Fragen von Nutzern erhalten, können Sie übrigens unter Einstellungen => Unternehmen => Schnellantworten einstellen für diese «FAQ» (frequently asked questions).


6. Hashtags nutzen

Hashtags sind ganz besonders wichtig in der Wachstumsphase, wenn es darum geht, eine Community aufzubauen – denn mit den passenden Hashtags kann der Account von thematisch interessierten Nutzern gefunden werden.

Bis zu 30 Hashtags sind möglich, das muss natürlich nicht ausgereizt werden. Im Zweifelsfall zählt auch hier Qualität vor Quantität. Mixen Sie sehr populäre und generische Hashtags (z.B. #swisshotel) mit spezifischen und weniger verbreiteten Hashtags (z.B. #alpinespa), um Ihren Beitrag sowohl für Reichweite als auch für Engagement zu optimieren. Lassen Sie die Finger von Hashtags, die nicht zu Ihnen und/oder nicht zum Bild passen. Nutzer lassen sich nicht gerne an der Nase herumführen!

Legen Sie sich auf dem Handy und/oder Desktop eine Liste mit Hashtags an, die zu Ihnen und Ihrem Storytelling passen und aus denen Sie beim Verfassen von Beiträgen per «Copy&Paste» aussuchen können. Aktualisieren Sie diese Liste regelmässig. Sie können sich aber auch unter den Schnellantworten eine Liste mit immer passenden Branding-Hashtags abspeichern und dann ganz einfach in Ihren Beiträgen einsetzen.

Generische Top-Hashtags finden Sie über die Instagram-Suche (am einfachsten auf dem Desktop), über die Google Suche mit dem Begriff «top hashtags instagram», über Webseiten wie www.top-hashtags.com oder mit Apps wie https://app.sistrix.com/de/instagram-hashtags

Nutzen Sie übrigens auch Ihre Location: Auch die so genannten Geotags helfen dabei, gefunden zu werden und mehr Reichweite und Interaktion zu erreichen. Markieren Sie Ihre Location entweder ganz spezifisch, oder mit der Stadt, der Region oder auch der betreffenden Sehenswürdigkeit.

7. Erfolg messen

Die Instagram «Insights» auf dem Handy oder im Creator Studio sind vergleichsweise rudimentär, aber nicht zu vernachlässigen.

Unter dem Reiter «Aktivität» sehen Sie, wie viele Interaktionen, Profilaufrufe und Webseitenklicks bzw. welche Reichweite und Impressionen in den letzten 7 Tagen erreicht wurden und bekommen auch Vergleichszahlen für die Vorperiode.

Unter «Zielgruppe» finden Sie die Anzahl neuer Follower und Ent-Follower und Sie sehen, an welchen Standorten Ihre Follower sich aufhalten, welches Alter und Geschlecht sie haben und wann sie aktiv sind.

Die einzelnen Beiträge zeigen ebenfalls Beitrags-Insights wie Interaktionen und die Herkunft der Nutzer (Startseite, Hashtags oder andere Quellen) im Detail und geben die Möglichkeit, Beiträge direkt zu bewerben.

Eine weitere wichtige Kennzahl ist die Engagement Rate: wie gut kommt der Content an, wie interaktiv sind die Follower? Dazu addieren Sie für jeden Beitrag Likes und Kommentare, teilen durch die Anzahl der Follower teilen und multiplizieren mit 100.


8. Instagram Shopping

Ähnlich wie auf Pinterest kann wohl künftig auch von Instagram-Beiträgen auf einen Shop verlinkt werden. Bislang allerdings nur für Unternehmen mit physischen Produkten, die einen Katalog oder Shop auf Facebook haben, mit Facebook verknüpft sind und für Shopping registriert.


9. Tools

Empfehlenswerte Tools für eine einfache Bildbearbeitung sind Canva oder auch die Adobe Spark Suite. Für Textbilder gibt es Overlay oder Textgram, für Bild-Collagen die App Instagram Layout.


Für die Redaktionsplanung, das Monitoring und/oder klare Reporting bieten sich Tools wie Sprout Social, Iconosquare, Hootsuite und viele andere an. Diese Tools sind leider alle kostenpflichtig, teils aber auch nicht sehr teuer, je nachdem wie viele Profile Sie mit wie vielen Mitarbeitenden pflegen wollen.





Autorin: Gabriele Bryant


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