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  • Gabriele Bryant

How to #Hashtag

Aktualisiert: 22. Jan 2019


Die Frage kommt immer wieder in meinen Social Media und Storytelling Vorträgen und Seminaren: Was ist ein Hashtag und wo wird er eingesetzt? Grund genug, mal ein bisschen Basiswissen dazu zu bloggen: 


Wozu überhaupt #Hashtags?

Je nach Plattform, Beitrag und Nutzer dient ein Hashtag unterschiedlichen Zwecken, zum Beispiel:

Zeigen, dass der Beitrag mit einem aktuellen (Medien-)Thema zu tun hat: #brexit, #em16... Das eigene Storytelling-Thema, die eigene Kampagne, die eigene Marke sichtbar machen: #inlovewithswitzerland, #comeupslowdown, #rooftopday2016, #gstaad, #victoriamoments... Das Thema des Beitrags - teils auch ironisch - anzeigen: #catcontent, #foodporn... Orte und Events markieren, die mit dem Beitrag zu tun haben: #twitterbier, #zurich... Den Inhalt/das Thema/die Aussage des Beitrags verstärken: #vegan, #dinner, #beautiful...Ein Gefühl, ernsthaft oder ironisch, ausdrücken (also eine Art Emoji in Worten): #ausgründen (ich habe meine Gründe für diesen Beitrag, aber darüber will ich jetzt nicht reden), #wtf (What the Fuck!? / Was zum Teufel soll das denn!?), #nomnom (lautmalerisch für "lecker!"), #rip (= Rest in Peace / Ruhe in Frieden), #mondayblues... Ein Thema aufgreifen, das gerade durchs Internetdorf getrieben wird: #aufschrei, #täschligate... Über die Technik des Beitrags informieren: #nofilter (=Instagrambild ohne Bearbeitung), #latergram (= Fotobeitrag, der erst eine Weile nach der Aufnahme gepostet wurde) Ein Plattform-internes Thema markieren: #throwbackthursday oder #tbt (Auf Instagram für Bilder aus der vergangenen Zeit) Einen Beitrag für Andere auffindbar machen, wenn sie danach suchen (eine Art unbezahlte Adwords): #schweiz, #innovation, #weekendfortwo Einen Beitrag zu einem gemeinsamen Erlebnis auf Twitter markieren: #tatort


Was macht #Sinn? - #Faustregeln für erfolgreiche Hashtags


Lernen und nutzen Wer auf Instagram ohne Hashtags arbeitet, verpasst eine gute Chance, als Marke sichtbarer zu werden.


Hashtags sind kein Storytelling Einen #Textbeitrag von #vorne bis #hinten mit #Hashtags zu garnieren oder gleich #ganz auf #Text zu #verzichten, macht keinen #Sinn. Die eigentliche Aussage des Beitrages muss im Text stehen und dieser muss gut lesbar bleiben, sonst kann er nicht verkaufen.

Leicht lesbar und einprägsam Für den Nutzer wohlgemerkt - nicht für die Marketingabteilung... Bei Events sind Acronyme aus Grossbuchstaben in Kombination mit Zahlen beliebt - diese werden aber oft auch von ganz anderen Events genutzt und sorgen dann für Verwirrung und Probleme, falls die Social Media Beiträge zum Event gesammelt und veröffentlicht werden sollen.

Sinnvoll für die Nutzer Idealerweise suchen Sie für Ihre Kampagne oder Ihr Branding einen Hashtag, der aus Begriffen besteht, die Ihre Nutzer schon selbst einsetzen oder einsetzen würden oder die für die Nutzer einen inherenten Sinn ergeben. Zum Beispiel #abindieberge

Spezifisch statt allgemein Was bei Google Adwords keinen Sinn macht, gilt auch für Hashtags: sehr allgemeine Worte zu nutzen wie z.B. #Hotel, macht keinen Sinn. Der Beitrag erscheint dann zwar sicher, wenn jemand danach sucht - allerdings zusammen mit Millionen anderer Beiträge weltweit...

Mehrsprachig oder englisch? Wenn Ihre Zielgruppe mehrsprachig ist, muss Ihr Hashtag dazu passen. Also entweder den Hashtag in allen wichtigen Sprachen ausdrücken oder gleich englisch texten.

Einzigartig sein Was für Ihren Markennamen gilt und für Ihre URL, gilt auch für Ihre Hashtags. Bevor Sie eine grosse, teure Kampagne starten, vergewissern Sie sich, dass Ihr Hashtag nicht schon irgendwo in Gebrauch ist (siehe oben)...


So kurz wie möglich, so lang wie nötig Die ideale Länge eines Hashtags liegt zwischen 6 und 15 Zeichen. Wird er länger: 1. ist er schlecht zu lesen 2. macht er den Nutzern, die ihn öfter als einmal tippen sollen, keinen Spass 3. kannibalisiert er die Textlänge des eigenen Beitrags bei Twitter und sorgt dafür, dass der Beitrag weniger oft re-tweeted wird 4. erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, sich zu vertippen und damit den Beitrag in punkto Hashtag nutzlos zu machen

Weniger ist mehr Wie in allem, sollten Sie sich auch hier nicht verzetteln und mit der Jahreszeit oder der Lust und Laune Ihre Hastags ändern. Wählen Sie wenige, richtig gute Hashtags für Ihre Marke und bleiben Sie dabei - nur so können sie zum Branding und zur Positionierung beitragen. Für einzelne Aktionen und Kampagnen können Sie immer noch eigene Hashtags einsetzen.

Nicht jeder Slogan macht einen guten Hashtag Ein Slogan- oder Kampagnen-Hashtag macht nur Sinn, wenn er einzigartig ist, für die Nutzer Sinn macht und wenn viele Leute ihn kennen und nutzen. Ein gutes Beispiel ist #wingmeback von Germanwings. Ein weniger gutes ist #beyondtheexpected - Hashtag eines Hotels, der zu wenig spezifisch ist und auf Twitter z.B. auch von Versicherungsmaklern oder Verpackungsfirmen eingesetzt wird, die dasselbe ausdrücken möchten. Wer solche eher allgemeingültigen Begriffe einsetzen will, muss die Marketingpower haben, diesen Hashtag auch in seinem Markt zu verankern - siehe Marriott's #travelbrilliantly

Promotion auch offline Wer Hashtags erfolgreich für das eigene Branding einsetzen will, muss sie in der Kommunikation - auch offline auf Flyer, Visitenkarten etc. - bekannt machen und promoten.

Die richtige Plattform wählen Twitter und Instagram. Hashtags auf Facebook sind marketingtechnisch mehr oder weniger für die #katze, da die Facebookfunktion für eine effektive Suche nicht funktioniert.

#nuffsaid

Bei Fragen fragen Sie einfach: Gabriele Bryant