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  • Gabriele Bryant

Facebook und seine Nutzer: Warum sich das Rad nicht zurückdrehen lässt.

Aktualisiert: 3. Jan 2019

Die Welt ändert sich und Facebooknutzer mit ihr. Sie sind passiver geworden und weniger lang aktiv auf Facebook.   


Die Welt ändert sich und Facebooknutzer mit ihr. Sie sind passiver geworden und weniger lang aktiv auf Facebook. Beides ist für Unternehmen nicht unbedingt ein grosses Problem. 


Facebook versucht aber nun, die Aktivität der Nutzer auf der Plattform zu verlängern und zu verstärken. Unter anderem, indem Beiträge von Seiten nicht mehr als relevant bewertet und angezeigt werden, so lange sie keine Interaktionen privater Nutzer auslösen (siehe dazu auch diesen Artikel bei Allfacebook).

Dankenswerterweise wird damit das primitive "User Baiting" mancher Seiten hinfällig. Dummerweise wird diese Taktik nicht funktionieren. 


Es ist ja nicht so, als ob - gut gemachte und relevante - Beiträge von Seiten für ihre Fans nicht interessant wären. Nicht aus diesem Grund ist es in den letzten Jahren immer anspruchsvoller geworden, auf Facebook Interaktion in Form von Kommentaren oder Sharings auszulösen. Sondern weil die Nutzer selbst sich verändert haben. 

Sie haben sich daran gewöhnt, auf Facebook eher passiv zu konsumieren, weil es (auch dank Facebook notabene!) heute Tools wie z.B. Whatsapp gibt, auf denen die Interaktion und der direkte Austausch untereinander viel einfacher und eben auch direkter ist. 


Warum sollten die Nutzer dieses Verhalten nun ändern, nur weil Facebook den Newsfeed verändert? 


Einen ähnlichen Fehler machte damals Google mit Google+: Warum um alles in der Welt hätte man dort ein Konto aufmachen und sich aktiv engagieren sollen, wenn Onkel, Tante und alle Freunde schon auf Facebook waren und Spass miteinander hatten? Um auf Google+ mehr oder weniger allein in den Wald zu rufen? 

Wer kann sich an die Zeiten erinnern, als man noch Blogartikel kommentierte? Als YouTube eine interaktive Social Media Plattform war? Oder als auf Xing noch so etwas wie inhaltliche Diskussion stattfand? Tempi passati, die sich nicht zurückholen lassen. 

Und das ist ganz normal - wie immer, wenn es um Menschen geht: Sie gehen solange einen vorgeplanten Weg, bis sie einen praktischeren Weg für sich entdecken. Und sie nutzen Geräte wie Plattformen genau so, wie es für sie am sinnvollsten ist. Das werden ihnen alle Produktdesigner oder Mark Zuckerbergs der Welt nicht abgewöhnen. 


(Übrigens: Ja, das Bild stammt aus der Google Bildsuche - es war mir bei "ungefähr 25’270’000’000 Ergebnissen" leider nicht möglich, den ursprünglichen Urheber zu ermitteln und hier als Quelle anzugeben. Wer ihn/sie kennt, möge sich bei mir melden!)