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  • Gabriele Bryant

Der Teufel und die Details: 4 Tipps für Ihre Webseitenbilder.

Aktualisiert: März 25

Bilder sind wichtig. Ein aktuelles Beispiel:

Ein Ferienhotelier wollte einen Gast für CHF 500 büssen, weil dieser im Hotelzimmer eine mitgebrachte Flasche Champagner getrunken hatte. Dass Gäste ihren Champagner mitbringen, statt ihn im Hotel zu kaufen, wollen wir hier nicht diskutieren.

Der Grund des Hoteliers war denn auch, dass die Hausordnung das Essen und Trinken im Zimmer verbiete. Merkwürdigerweise zeigten die meisten Bilder auf der Webseite des Hotels entweder einen Früchteteller oder einen Eiskübel mit einer Champagnerflasche – im Zimmer. Der Gast scherte sich dann auch nicht um das Verbot, trank seinen Champagner, die Polizei wurde gerufen, die Staatsanwaltschaft befragt und diese befand keinen kriminellen Schaden. Den hat jetzt der Hotelier – am Image. Denn das Ganze kam natürlich mit Namensnennung in unserem bekannten Schweizer Boulevardblatt.


Weitere Beispiele für unglücklich gelaufene Fotoaufnahmen:

  • Ein Vierstern-Hotel – mit Gourmetküche notabene – in der der Videofilmer in der Küche M-Budget Produkte zeigte. Glücklicherweise holte die Hoteliere vor dem Kauf des Videos Feedback ein.

  • Hotelzimmeraufnahmen mit verzerrter Perspektive, in denen die Betten aussehen, als seien sie für die sieben Zwerge – nebeneinander liegend – gemacht.

  • Ferienhotels mit wunderbarer Aussicht, in deren Zimmerbildern überall die Gardinen geschlossen sind und die eventuell sogar bei schlechtem Licht fotografiert wurden.


Diese Beispiele zeigen, dass Inhalt und Qualität von Webseitenbildern nicht dem Zufall bzw. dem Fotografen überlassen werden dürfen. Fotoregie ist eine unterschätzte Aufgabe, die Ihnen oder Ihren Marketingmitarbeitern niemand abnehmen kann.


Die Bildsprache Ihrer Webseite und die Qualität Ihrer Fotos sind unter den massgeblichsten Erfolgsfaktoren für den Onlineverkauf. Studien zeigen, dass Gäste sich weit mehr mit Webseiten beschäftigen, die viele und gute Bilder enthalten.


Die dafür nötige Qualität kann ein Smartphone natürlich nicht liefern. Webseiten-Bilder müssen perfekt und in hoher Auflösung aufgenommen werden, um ihre volle emotionale und verkaufsfördernde Wirkung entfalten zu können.


Damit punkto Bildsprache und Bildinhalt alles stimmt, braucht es etwas Vorbereitung. Ein guter Fotograf ist meist zwar ein Künstler, aber kein Onlinemarketing- oder Hotellerie-Experte. Daher ist es wichtig, dass Sie Ihr Foto-Shooting gut vorbereiten. Hier ein paar Tipps dazu:


1. Bereiten Sie ein schriftliches Briefing vor und besprechen Sie es mit der Fotografin.

  • Was soll unbedingt fotografiert werden, was auf keinen Fall?

  • Sollen alle Bilder neu gemacht werden oder sollen bestehende Bilder ergänzt werden? Gibt es in diesem Fall schon eine bestehende Bildsprache, die möglichst berücksichtigt werden sollte?

  • Gibt es bestimmte Formate auf der Webseite, z.B. schmale Headerbilder, die der Fotograf in der Auswahl der Motive und Aufnahmewinkel berücksichtigen muss?

  • Worauf soll der Fotograf sonst noch achten?

  • Bestehen Sie immer auf einer natürlichen Blickperspektive ohne Verzerrungen.

  • Überlegen Sie, wie Sie mit dem Faktor Wetter umgehen wollen. Machen Sie möglichst einen Zeitraum oder verschiedene Alternativtermine für die Aufnahmen aus, um bei schlechtem Wetter flexibel zu sein. Versuchen Sie, Fotoaufnahmen nur in den wärmeren Monaten und bei schönem Wetter machen zu lassen, wenn das Sonnenlicht voll und weich wirkt.


2. Bereiten Sie sich gründlich vor.

  • Holen Sie Ihr Receptions- und Housekeeping-Team mit an Bord. Machen Sie eine Liste aller Räume, Orte und Dinge, die fotografiert werden sollen.

  • Denken Sie dabei auch an «Mood»-Fotos von schönen Details wie Kissen, Vorhängen, Leuchtern, Tischgedecken, etc.

  • Besprechen Sie diese Auswahl und alle nötigen Vorbereitungen, damit die Räume am Tag des Foto-Shootings auch bereit sind.

  • Arrangieren Sie am Tag des Shootings die Möbel. Decken Sie Ihre Restauranttische ein. Richten Sie Ihre Seminarräume und Banketträume passend ein. Dekorieren Sie passend.


3. Bleiben Sie dabei.

Der Teufel steckt im Detail. Begleiten Sie den Fotografen bei der Arbeit und sorgen Sie laufend dafür, dass alles stimmt: Tischdecken oder Bettdecken noch kurz aufbügeln oder wenigstens glattstreichen, um keine Schrank- oder sonstigen Falten zu zeigen. Frühstücksbuffet auffüllen. Besteck und Gläser, falls nötig, nachpolieren. Vorhänge öffnen, alte Blumen entfernen, etc.


Achtung: Zeigen Sie Früchteteller, Blumensträusse oder Champagnerflaschen in den Zimmern nur dann, wenn diese dort normalerweise auch vorhanden sind oder im Rahmen eines entsprechenden Arrangements gebucht werden sollen.


Anders ist es, wenn Sie Dekorationen einsetzen, die den Räumen ein belebtes Gefühl geben sollen, ohne Menschen zeigen zu müssen: Ein Laptop und ein paar Blätter Papier auf dem Schreibtisch, ein Badetuch und ein Buch auf der Sonnenliege, etc.


Dabeibleiben und auf die Details achten.



Menschen im Hotel?

Das ist ein kritisches Thema. Einerseits können Menschen den abgebildeten Räumen mehr Leben verleihen und im besten Fall Ihre Zielgruppen direkt ansprechen. Andererseits sind gute Models teuer und halbnackte Menschen in der Sauna oder im Bett kommen auch nicht bei allen Zielgruppen gut an.

Nutzen Sie auf keinen Fall Ihr Personal oder Gäste als "Laiendarsteller", denn sie werden in den meisten Fällen auch laienhaft wirken.


4. Bildbearbeitung nicht vergessen.

Die Aufnahme des Bildes ist das Eine, seine gekonnte Bearbeitung das Andere. Sparen Sie hier nicht, sondern prüfen Sie alle Bilder und lassen Sie unschöne Details bearbeiten: zu grelle Lichteffekte von Lampen, Spiegelreflexe in den Fenstern, ein Fleck an der Wand, etc.


Weitere Tipps für Ihr Foto-Shooting gebe ich gern persönlich - nehmen Sie Kontakt auf!





Bild von Jan Claus auf Pixabay