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«I'M ON SOCIAL MEDIA BECAUSE IT SELLS STUFF.»

Gary Vaynerchuck, Unternehmer und Investor, am World Travel & Tourism Council 2015

Social Media strategisch einsetzen:

«Liebe Gabriele - Wenn du einen Kurs ausschreibst, schaue ich immer genauer hin, weil ich weiss, dass deine Events kurz und knackig, informativ, relevant und praxisorientiert sind! Und das Handout ist super! Merci vielmal.»

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Visual Hotel Marketing: Hotelbilder sagen mehr als 1000 Worte

18.07.2016

Bilder sind die Währung für Aufmerksamkeit und Emotion in Social Media und im Onlinemarketing allgemein. Weltweit werden täglich Milliarden von Bildern und Videos auf verschiedene Plattformen hochgeladen. Bilder und Videos bringen weit mehr Interaktion als reine Textbeiträge, die zudem in der Informationsflut aus Mangel an optischem Reiz untergehen. Warum sind Bilder so wichtig und so wirkungsvoll?

Unser Gehirn ist von Natur aus darauf programmiert, schneller auf direkte visuelle Informationen zu reagieren als auf verschlüsselte Informationen wie Texte oder Symbole: Bilder werden im Gehirn 60‘000 mal schneller verarbeitet als Text. Das war überlebenswichtig zu Zeiten der gelegentlichen Säbelzahntiger-Bedrohung, die es schnell zu erkennen galt. Aber diese Grundfunktion ist auch heute für uns unabdingbar, wo es darum geht, wirklich Relevantes aus der täglichen Informationsflut schnell und effizient herauszufiltern. Und nicht umsonst sagen wir auch heute noch – in Zeiten von Photoshop und Instagram-Filter: «Ich glaube, was ich sehe.»


Einsatz von Bildern online
Nutzen Sie also auf Ihrer Webseite aktuelle und attraktive Bilder, die einerseits emotional ansprechen und andererseits umfassend informieren. Investieren Sie dazu in einen professionellen Hotelfotografen, der technisch up to date ist – es lohnt sich!
Setzen Sie Bilder auch auf Social Media Plattformen ein. Hier müssen es nicht immer professionelle Bilder sein, sondern vor allem solche, die Ihr Storytelling untermalen. Auf Facebook können Sie Bild oder Video und Text sehr gut kombinieren. Auch Twitter setzt verstärkt auf die Anzeige von Bildern. Um bei jüngeren Smartphone-Nutzern (im doppelten Wortsinn) Image-Bildung zu betreiben, bietet sich Instagram als Plattform. Pinterest dagegen dient eher als Shopping-Katalog für ein etwas älteres, weibliches Publikum. Während Flickr heute fast nur noch als Archivierungs-Möglichkeit für Bilder genutzt wird.


Auch bewegte Bilder bewegen: Videos
Wenn Sie Videos machen – und das sollten Sie! – dann setzen Sie auf YouTube als Plattform. YouTube ist DIE Videoplattform schlechthin und bietet durch ihre enorme Grösse und Vielfalt und natürlich durch die direkte Google-Anbindung die besten Möglichkeiten, gefunden zu werden. Warten Sie aber nicht einfach darauf, dass man Sie auf YouTube findet, promoten und verlinken Sie Ihre Videos auch entsprechend in anderen Medien.
Auch Facebook hat sich im letzten Jahr zur Video-Plattform entwickelt und bietet bessere Ergebnisse für direkt hochgeladene Videos als für YouTube-Links. Während Sie auf YouTube auf professionelle und möglichst kreative Videos setzen sollten (was die üblichen Hotelvideos mit Fahrstuhlmusik ausschliesst), können Sie auf Facebook auch spontane Handy-Videos im Rahmen Ihres Storytellings posten.

Wenn Sie ein grosses, schönes Gelände haben, kann sich der Einsatz von Drohnen rentieren. Drohnen können übrigens auch durch’s Hotel fliegen, wenn die Räume gross genug sind.


360°-Videos und die virtuelle Realität
360°-Videos sind seit Ende letzten Jahres der neueste Trend und werden auch schon auf Facebook unterstützt. Die Spezialkamera nimmt dazu gleichzeitig Bilder aus jedem Winkel auf und setzt diese anschliessend so zusammen, dass der Betrachter sich beim Anschauen des Videos um die eigene Achse drehen, nach oben und unten schauen kann – wie im richtigen Leben quasi. Facebook will übrigens demnächst eine Funktion lancieren, mit der auch Fotos mit 360°-Funktion ausgestattet werden können.

Die neuen Virtual Reality-Brillen bieten dagegen nicht nur ein reines Video, sondern aufwendig programmierte, interaktive 360°-Ansichten. Der Gast kann sich im Hotel bewegen und dabei durch Kopfbewegung auch ein Menü bedienen, um Funktionen zu nutzen oder sich in die verschiedenen Räumlichkeiten zu begeben.


Und 360°-Panoramen?
Was wird angesichts dieser Entwicklungen aus den bisher auf Webseiten eingesetzten 360°-Panorama-Aufnahmen? Eine spannende Frage. Da Virtual Reality bis auf weiteres noch ein relativ hoher Kostenfaktor ist, sind Panoramen noch nicht obsolet. Klar ist: wenn Sie in ein 360°-Panorama investieren, dann sollten Sie einen Google-zertifizierten Business View-Fotografen buchen. Damit können Sie das Panorama nicht nur auf der Webseite einsetzen, sondern auch in den Google Suchergebnissen nutzen.


Tipps für Ihr visuelles Hotelmarketing:


1. Du sollst nicht stehlen:
Das Internet bzw. die Google-Bildsuche ist kein kostenloser Selbstbedienungsladen. Wenn Sie unbedingt fremde Bilder einsetzen müssen, nutzen Sie kostengünstige Stock-Agenturen, die möglichst auch gleich die Social Media-Nutzung als Lizenz einschliessen.


2. Kein Bild ohne Text:
Überlassen Sie die Meinung über Ihre Bilder nicht dem Betrachter, sondern beschreiben Sie jedes Bild, so dass er das sieht, was er sehen soll.


3. Sinnvolle Hashtags:
Nutzen Sie Hashtags auf Instagram sinnvoll, um Ihr Branding zu stärken und Ihre Sichtbarkeit zu fördern. Sinnvoll heisst: soviel wie nötig und so wenig wie möglich.


4. Social Media ist für Mit-Spieler:
Auch reine Bildplattformen wie Instagram und Pinterest sollten nicht mit visuellen PR-Sprachrohren verwechselt werden. Werden Sie Teil der Community, spielen Sie mit!


5. Handarbeit wirkt besser:
Verzichten Sie auf automatische Cross-Postings zwischen Plattformen, sondern setzen Sie auf Handarbeit. Es wäre doch schade um Ihre Instagram-Fotos, die auf Twitter nicht angezeigt werden.


6. Achtung Menschen!
Die Abbildung von Menschen kann je nach Einsatz die Attraktivität Ihrer Bilder erhöhen – oder verschlechtern. Überlegen Sie sich, was Sie zeigen wollen – bevor Sie teure Models anheuern.


7. Das Recht am eigenen Bild:
Zeigen Sie keine Menschen auf Ihren Bildern, die der Veröffentlichung nicht ausdrücklich zugestimmt haben. Das gilt auch für Ihre Mitarbeitenden. Seien Sie besonders vorsichtig mit Fotos von Kindern auf Social Media Plattformen!


8. Die richtige Grösse zählt:
Jede Plattform und jeder Bildeinsatz ist anders. Soll das Bild auf der Webseite emotional wirken oder soll es informieren? Wird das Bild als Titelbild auf Facebook eingesetzt oder auf dem YouTube-Kanal? Je nachdem braucht es andere Abmessungen, Auflösungen und Funktionen, z.B. Vergrösserbarkeit.


9. Google rules:
Denken Sie auch bei Ihren Bildern an die Suchmaschinenoptimierung. Es wäre doch schön, wenn Sie auch über die Google-Bildsuche zu finden wären!



Gabriele Bryant



Artikel erschienen im Hotelier 7-8 2016



Bildquelle:
Straw hat, bag and sun glasses on a tropical beach
Datei: #82769758
Fotolia, Urheber: Konstiantyn

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