Ein Plädoyer für mehr Mut zur Einzigartigkeit.

In der Ausgabe der hotelrevue vom 10. Mai werden einige Beispiele gezeigt für Hotels mit Mut zur Einzigartigkeit, Mut zur eindeutigen Positionierung: Da gibt es das Hotel Aviva in Österreich, das sich auf unternehmungslustige Singles spezialisiert und das Hotel Alex in Berlin, das gezielt homosexuelle Gäste anspricht. Die «Piratenherberge Jack Rattle» im deutschen Thierstein. Das Hotel Drei Raben in Nürnberg spezialisiert sich auf Stadtgeschichte, das Bierkulturhotel Schwanen im deutschen Ehingen auf das Thema Bier. Im Hotel Hofgut Hafnerleiten in Niederbayern geniesst der Gast die Stille in mehreren Themenhäusern. In Niedersachsen und in Mecklenburg-Vorpommern gibt es Baumhotels. Im Wiener Hotel Rathaus und im Südtiroler «Weinmesser» dreht sich alles um das Thema Wein. Im Hotel Vosteen in Nürnberg wohnt man im Stil der 1950er Jahre…

Und in der Schweiz?
Wie viele Beispiele für konsequente, einzigartige Positionierung gibt es in der Schweiz? Und doch wären sie auch hier dringend nötig. Spontan fallen uns hier nur zwei Hotels ein: Das Märchenhotel in Brunwald und das Wanderhotel Bernerhof in Gstaad… Und Ihnen?

Die Suche nach dem Anderen
In einer Welt der Austauschbarkeit und des Überangebots sucht der Gast verzweifelt nach etwas, das bei ihm hängenbleibt, etwas, das anders ist als alles andere, etwas, das ihn beschäftigt und interessiert. Und doch bieten so wenige Hotels dieses «Andere».

Wenn der Preis zum Kriterium wird
Wer schon einmal selbst auf den grossen Buchungs-Portalen ein Hotel gesucht hat, kann ein Lied davon singen: Es gibt je nach Stadt und Region Dutzende oder gar Hunderte von Hotels. Wie soll man sich hier entscheiden? Man verbringt Stunde um Stunde mit dem Überfliegen von Hotelbeschreibungen und mit der Zeit weiss man nicht mehr, was man gelesen hat, weil sich alles ähnlich wird. Wie entscheidet man sich letztendlich? Sie werden es erraten: Wer die Wahl hat unter vermeintlich Gleichem, verfällt irgendwann auf das Kriterium «Preis», um sich zu entscheiden. Und das kann nicht in Ihrem Interesse sein, oder?

Mut zur Einzigartigkeit wird belohnt
Wir wollen Ihnen keine Illusionen machen. Nicht bei jedem Hotel ergibt sich die Einzigartigkeit sofort aus dem Gegebenen, manchmal muss sie erarbeitet werden. Aber wir können Ihnen versprechen: Jedes Hotel kann Einzigartigkeit entwickeln. Es braucht den Willen und es braucht Mut: Wer einzigartig ist, kann sich nicht mehr vormachen, für alle Gästesegmente irgendwo attraktiv zu sein. Aber das ist auch ein Vorteil: Wer einzigartig ist, muss nicht mehr (erfolglos) versuchen, für alle Gästesegmente attraktiv zu sein, sondern kann sich konzentrieren und in seinem Bereich wirklich einzigartig und unverwechselbar werden. Eine Attraktion in sich.

 

 

{ 0 Kommentare }

Warum auch Hoteliers Gästebewertungen vertrauen sollten.

Die Nielsen-Studie «Global Trust in Advertising» zeigt es wieder einmal: In diesem Zeitalter der Informations- und Werbeflut vertrauen Konsumenten niemandem so sehr, wie den Leute, die sie kennen. Das war vermutlich schon immer so, auch wenn die Definition von «kennen» heute um Einiges weiter gefasst wird als noch vor ein paar Jahren. Nicht wirklich überraschend also. Was aber positiv überrascht:

[Weiterlesen …]

{ 0 Kommentare }

Interessante Studie zur Anteilsverteilung der Buchungskanäle im deutschsprachigen Markt.

Roland Schegg und Michael Fux von der HES-SO Wallis, der Fachhochschule für Tourismus in der Westschweiz, haben die Verteilung der Distributionskanäle im Hotelmarkt Deutschland, Österreich und Schweiz in den letzten neun Jahren untersucht. Ihre interessanten Ergebnisse sind unter dem Titel «Die Macht der Online Buchungsportale / The Power of Internet Distribution Systems» bei Slideshare nachzulesen.

Hier ein Auszug aus den Erkenntnissen für den Schweizer Hotelmarkt:

[Weiterlesen …]

{ 0 Kommentare }

Like und Unlike:

15. April 2012

Ähnliche Verhaltensmuster bei Facebook-Nutzern und Email-Abonnenten.

Interessante Ergebnisse einer Studie von Constant Contact and Chadwick Martin Bailey – gefunden beim amerikanischen Blog der  MarketingProfs.

Hier die wichtigsten Ergebnisse, grob übersetzt: [Weiterlesen …]

{ 0 Kommentare }

Neues «Friend of a Friend»-Feature bei Tripadvisor.

Seit Neustem zeigt Tripadvisor eingeloggten Facebook-Nutzern nicht mehr nur die Bewertungen eigener Facebook-Freunde, sondern auch diejenigen ihrer Freunde. Die Bewertungen von Freunden bzw. Freunden von Freunden erscheinen ganz oben in der Liste, darunter die Bewertungen anderer nicht-verbundener Tripadvisor- und Facebook-Nutzer. Allen Bewertern können auch direkte Fragen zum betreffenden Hotel oder Restaurant gestellt werden.

Damit erweitert Tripadvisor das persönliche Netzwerk, dem man für Ferientipps vertraut und verbindet, so Tripadvisor, “die Intelligenz der Crowd mit derjenigen des eigenen Netzwerks”.

{ 0 Kommentare }